Offmarkly: Die Gründer des Off-Market-Pools im Interview

Offmarkly: Die Gründer des Off-Market-Pools im Interview

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich in einer Phase der Transformation. Während das traditionelle Vermittlungsgeschäft über große Publikumsportale unter veränderten Zinslandschaften leidet, wächst das Interesse an exklusiven Kapitalanlageimmobilien im Off-Market-Bereich. Doch für viele unabhängige Finanzberater, Makler und Mehrfachagenten glich der Zugang zu diesen begehrten Objekten bislang einem Hindernislauf: Zersplitterte Angebote, fehlende Transparenz, chaotische Datenräume und mangelhafte Beratungs-Tools erschwerten den Vertriebsalltag enorm.

Genau an dieser Stelle setzt das Unternehmen Offmarkly an. Die Gründer Mike Fritzsche und Til Meier haben eine unabhängige Digitalplattform geschaffen, die als zentraler Off-Market-Immobilienpool agiert und Beratern ein lückenloses Ökosystem an die Hand gibt – von geprüften Objekten ohne Käufermaklergebühr über White-Label-Berechnungstools bis hin zur integrierten Lernplattform. Im exklusiven Redaktionsgespräch erläutern die beiden Branchenkenner, welche Fehlentwicklungen sie am Markt korrigieren wollen und warum der Faktor Mensch trotz fortschreitender Digitalisierung das Fundament ihres Erfolgs bleibt.

Redaktion: Herr Fritzsche, Herr Meier, herzlich willkommen zum Gespräch. Herr Fritzsche, Sie sind seit über 20 Jahren in der Finanzdienstleistungsbranche aktiv und betreuen Kunden intensiv im Bereich der Kapitalanlage. Was war der konkrete Auslöser für Sie, Offmarkly zu gründen?

Mike Fritzsche: Guten Tag. Der Auslöser war schlichtweg ein tiefes Gefühl der Frustration über die Zustände, die wir im Vertriebsalltag vorgefunden haben. Wenn wir als Finanzberater gute Kapitalanlageimmobilien für unsere Kunden gesucht haben, mussten wir uns im Grunde durch ein riesiges Chaos kämpfen. Jeder Bauträger und Projektentwickler hatte seine ganz eigene Methode, Objekte anzubieten. Bauträger A hatte eine eigene Plattform, Bauträger B nutzte einen unübersichtlichen OneDrive-Ordner, der Nächste verschickte unstrukturierte Excel-Listen und manche kommunizierten exklusiv über WhatsApp-Gruppen. Ich habe mich damals gefragt: Warum gibt es in Deutschland nicht eine zentrale Plattform, auf die ich als Finanzberater zugreifen kann, um hervorragende, geprüfte Objekte mit allen Vertriebs-Tools zu finden? Wenn ich ein Hotel buche oder in den Urlaub fahre, klicke ich ja auch nicht 50 verschiedene Hotelseiten an, sondern gehe auf zentralisierte Plattformen wie Booking.com. Genau diese Lücke wollten wir schließen.

Redaktion: Herr Meier, aus dieser Problemstellung heraus ist Offmarkly entstanden. Wie genau haben Sie diesen Lösungsansatz in eine Plattform übersetzt?

Til Meier: Wir haben uns sehr genau angeschaut, was ein Berater im Kundengespräch wirklich benötigt. Es ging uns nie darum, einfach nur eine weitere Datenbank ins Netz zu stellen, wo tausende Objekte ungesehen hochgeladen werden. Unser Ansatz ist der eines echten ‚Off-Market-Pools‘. In der Versicherungs- und Finanzierungsbranche sind Pools seit Jahrzehnten etabliert und positiv belegt. Im Bereich der exklusiven Off-Market-Immobilien gab es das so nicht. Wir bieten Beratern ein zentrales Ökosystem, auf dem sie geprüfte Objekte finden, vollkommen gebrandete Exposés im eigenen Firmenlook erstellen können und Zugriff auf exakte Berechnungstools haben. Zudem integrieren wir Weiterbildungsmodule und eine Lead-Plattform. Es ist eine Komplettlösung für den Berater.

Redaktion: Ein zentraler Begriff, den Sie immer wieder hervorheben, ist die Unabhängigkeit von Offmarkly. Warum ist dieser Punkt für Sie so entscheidend?

Til Meier: Weil Unabhängigkeit das Fundament für echtes Vertrauen bildet. Wir als Gesellschaft kaufen selbst keinerlei Immobilien an. Wir haben keine eigenen Bestände im Hintergrund, die wir unter Verkaufsdruck in den Markt drücken müssen. Bei uns auf der Plattform herrscht das reine Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das erzeugt einen enormen Qualitätsdruck auf die Bauträger. Wenn ein Projektentwickler bei uns ein Objekt einstellt, das von der Lage, vom Preis oder von der Bauqualität her nicht überzeugt, wird es von den Beratern auf der Plattform nicht verkauft. Das kenne ich in dieser Form von kaum einem anderen Anbieter am Markt.

Mike Fritzsche: Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied zu vielen klassischen Bauträgervertrieben. Wenn Sie bei einem Bauträger angestellt sind oder als gebundener Vertrieb arbeiten, müssen Sie die Produkte verkaufen, die im Regal liegen – egal, ob sie perfekt zum Kunden passen oder nicht. Wir sind Finanzberater und kommen aus dem klassischen Kundengeschäft. Wenn ich einen Kunden seit zehn Jahren betreue und ihn bei der Altersvorsorge begleite, dann kann ich ihm keine Immobilie verkaufen, von der ich nicht zu einhundert Prozent überzeugt bin. Wenn das Objekt nach drei Jahren Probleme macht, steht der Kunde bei mir auf der Matte. Deshalb muss die Qualität absolut makellos sein.

Redaktion: Wie stellen Sie diese Qualität konkret sicher? Welches Prüfverfahren durchlaufen die Objekte auf Offmarkly?

Mike Fritzsche: Jedes Objekt, das auf unsere Plattform kommt, wird vorab auf Herz und Nieren geprüft. Wir analysieren die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Projektentwicklers, die mikro- und makroökonomische Lage des Standorts, die kalkulierten Mieteinnahmen und die energetischen Standards. Zudem achten wir sehr stark auf die finanzielle Strukturierung für den Endkunden. Bei vielen unserer Objekte – wie beispielsweise einem Neubauprojekt in Dresden – haben wir besondere Vereinbarungen getroffen. Da übernimmt der Entwickler Teile der Erwerbsnebenkosten, und es fällt keinerlei Käufermaklergebühr an. Für den Endkunden bedeutet das: Er muss oft nur zwei Prozent Notarkosten an Eigenkapital mitbringen und erzielt durch günstige KfW-Förderungen ab dem ersten Monat einen positiven Cashflow.

Redaktion: Das klingt nach deutlichen Vorteilen für den Endkunden. Welche Rückmeldungen erhalten Sie von den Beratern, die Ihre Plattform nutzen?

Til Meier: Das Feedback ist überwältigend, hat uns zu Beginn aber auch vor organisatorische Herausforderungen gestellt. Als wir im Januar an den Start gegangen sind, haben wir mit einem minimalen Budget innerhalb von zwei bis drei Monaten knapp 400 Makler und Berater eingesammelt. Der Ansturm war so gewaltig, dass wir bewusst kurz auf die Bremse getreten sind, um unsere internen Prozesse im Hintergrund perfekt zu strukturieren. Wir legen extrem großen Wert auf die Nutzerorientierung. Wenn uns ein Berater zurückmeldet, dass eine Filtermöglichkeit fehlt oder eine Berechnung angepasst werden sollte, dann prüfen wir das intern. Wenn der Einwand berechtigt ist, setzen unsere Entwickler das innerhalb weniger Tage um. Die Plattform verbessert sich dadurch stetig direkt am Bedarf der Praxis.

Redaktion: Ein interessanter Aspekt Ihres Konzepts ist das sogenannte Spezialistentum. Was hat es damit auf sich?

Mike Fritzsche: Wir müssen die Realität im Markt sehen: Es gibt viele hervorragende Versicherungsmakler, Bankberater oder Finanzfachleute, die einen exzellenten Zugang zu vermögenden Kunden haben. Aber vielleicht haben sie keine Gewerbeerlaubnis nach Paragraph 34c, dürfen Immobilien also nicht selbst vermitteln, oder sie fühlen sich in der tiefen Immobilienberatung noch nicht absolut sattelfest. Bei Offmarkly müssen diese Berater das Geschäft nicht ablehnen oder an fremde Dritte verlieren. Sie können sich aus unserem Spezialisten-Netzwerk einen erfahrenen Partner an die Seite holen. Man nimmt sozusagen einen vertrieblichen ‚Fahrlehrer‘ mit ins Kundengespräch. Das Geschäft wird gemeinsam abgewickelt, der Berater lernt direkt im Prozess dazu, und die Provision wird fair geteilt. Für Bänker oder gebundene Vertreter bieten wir zudem rechtssichere Tippgeber-Modelle an.

Redaktion: Neben der Technologie betonen Sie immer wieder, dass der Immobilienvertrieb ein „People Business“ sei. Ist das kein Widerspruch zu einer digitalen Plattform?

Til Meier: Ganz im Gegenteil, es ist die notwendige Ergänzung! Eine Plattform ist das Werkzeug, das die Abläufe schnell und fehlerfrei macht. Aber eine Immobilie ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Da loggt sich kein Berater anonym ein, lädt sich ein Dokument herunter und verkauft das ungesehen an seinen besten Kunden. Berater wollen wissen, wer hinter Offmarkly steckt. Sie wollen sehen, ob wir seriöse Kaufleute sind oder irgendwelche Selbstdarsteller, die mit Luxusuhren posieren. Wir wollen unsere Partner persönlich kennenlernen. Wir pflegen eine klare Kultur des Miteinanders und wählen im Zweifel auch Berater oder Makler ab, wenn deren Qualitätsanspruch oder Umgangsformen nicht zu unseren Werten passen.

Redaktion: Welche Rolle spielt das Thema Branding und White-Labeling für die Berater auf Offmarkly?

Til Meier: Eine riesige Rolle. Der Anleger hat das Vertrauen zu seinem persönlichen Berater aufgebaut – nicht primär zu einer Plattform im Hintergrund. Deshalb bieten wir umfangreiche White-Label-Lösungen an. Der Berater kann sein eigenes Logo und seine Unternehmensfarben hochladen. Wenn er ein Exposé oder eine Renditeberechnung generiert, sieht das Dokument exakt so aus, als hätte es seine eigene Analyseabteilung erstellt. Für Großvertriebe können wir sogar komplette Portallösungen im Look and Feel des jeweiligen Unternehmens freischalten.

Redaktion: Blicken wir zum Abschluss in die Zukunft. Welche Ziele verfolgen Sie mit Offmarkly in den kommenden Jahren?

Mike Fritzsche: Unser Ziel ist absolut klar definiert: Wir wollen Offmarkly als den führenden Off-Market-Immobilienpool in Deutschland etablieren. Wenn ein Finanzberater, ein Versicherungsmakler oder ein Großvertrieb in Deutschland nach einer geprüften, exklusiven Kapitalanlageimmobilie für seine Kunden sucht, soll der erste Gedanke ganz automatisch zu Offmarkly führen. Wir bauen die Anbindungen an große Maklerpools weiter aus, verfeinern unsere KI-gestützten Berechnungstools und schaffen saubere, skalierbare Strukturen. Wir stehen erst am Anfang einer sehr spannenden Reise.

Redaktion: Herr Fritzsche, Herr Meier, vielen Dank für das gehaltvolle und aufschlussreiche Gespräch.

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Dann nehmen Sie jetzt direkt Kontakt mit den Offmarkly-Gründern Mike Fritzsche und Til Meier auf und lassen Sie sich als Partner freischalten.

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